Nahezu freischwebend wohnen

Foto: VM Zinc, Essen

Foto: VM Zinc, Essen

Ungewöhnliche Umnutzung eines Hochbunkers in Hamm, NRW

Mitten in der Hammer Innenstadt scheint ein Penthouse über einem Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg nahezu zu schweben: Die Hybridkonstruktion aus Stahl und Holz besteht aus zwei länglichen Boxen, die einen L-förmigen Grundriss bilden. Für die Fassade des größeren der beiden Riegel entwickelte der Architekt Mick Amort vom Architekturbüro archivolver aus Bonn eine eigene Zink-Paneelen-Konstruktion in der Oberflächenqualität Anthra-Zinc von der Firma VM Zinc aus Essen.

Die dunkle, anthrazitfarbene Oberfläche von Anthra-Zinc entsteht durch eine spezielle Vorbewitterung der absolut wartungsfreien Titanzink-Legierung. Sie bietet so von Anfang an eine optisch durch und durch homogene und satinierte Oberfläche. Anthra-Zinc entspricht der DIN EN 988 – der allgemeinen Norm für Titanzink.

Der Bunker selbst blieb als zeitgeschichtliches Dokument äußerlich unangetastet: Keine Einschnitte, keine auffrischenden Farbanstriche. Er dient als Erschließungskern. Lediglich ein Loch wurde in die Decke geschnitten, um das Penthouse an das Treppenhaus des Bunkers anzuschließen. Eine nachts beleuchtete, ein Meter hohe Lichtfuge trennt den Aufbau vom Bestand. Dieser Zwischenraum dient der technischen Erschließung, gleichzeitig aber auch als visualisierte Schnittstelle zwischen historischem Bestand und zeitgenössischer Architektur.

Dieses Projekt ist mehrfach ausgezeichnet worden. Es zeigt auf außergewöhnliche Weise, wie eine mutige und ästhetisch hochwertige Umnutzung eines architektonischen Zeitzeugens unserer Geschichte aussehen kann.

Quelle:  http://www.wollenberg-frahm-pr.de/pc_umicore.html

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