Tapezieren und Co: Frauen als Heimwerker

Tapezieren und Co: Frauen als Heimwerker

Frauen legen immer häufiger selbst Hand an, wenn es ums Renovieren und Heimwerken geht. Volkshochschulen haben diesen Trend erkannt und bieten gezielte Heimwerkerinnen-Kurse an. Selbst die 6- RuhrBau & Energietage haben mit der BauFrau 2012 einen eigenen Bereich für Frauen ins Leben gerufen.

Freilich werden die Kurse für Frauen von Frauen geleitet, selbstverständlich wird die BauFrau 2012 von einer Frau repräsentiert. Und dass diese etwas von ihrem Handwerk verstehen, geben sie Kursteilnehmerinnen und Besucherinnen auch weiter. So werden Kniffe und Tricks verraten, etwa wie beim Tapezieren der Bereich rund um die Steckdosen herum ausgeschnitten werden kann, ohne dass die Tapete ausgefranst wirkt. Droht dem Tapezierer neue Konkurrenz aus dem femininen Lager?

Kursleiterinnen und Messerepräsentantinnen sind sich einig: Frauen können das Heimwerken ebenso gut, wie ihre männlichen Pendants. Leider ist es aber immer noch so, dass Männer denken, sie wären Frauen bei handwerklichen Tätigkeiten von Haus aus überlegen. Das wird auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich: Jobs im Handwerk werden zum allergrößten Teil durch Männer besetzt.

Manche Handwerker nehmen eine Frau als Auftraggeberin auch gar nicht ernst. Genau das zu ändern, ist das Anliegen von Messe und Volkshochschulkursen. Wenn Frauen zumindest über ein gewisses Grundwissen verfügen, können sie dem Handwerker gegenüber ganz anders auftreten und werden somit von diesem auch ernster genommen.

Selbst ist die Frau

Doch es geht nicht nur darum, dass Frauen dem Handwerker gegenüber anders auftreten. Es geht auch darum, Frauen darin zu bestärken, sich handwerklich zu betätigen. Zunehmend mehr Single-Haushalte prägen das Land und für jede Kleinigkeit einen Handwerker zu rufen, das ist vielen Frauen einerseits zu teuer. Andererseits wollen sie auch selbst etwas schaffen, auf das sie anschließend stolz sein können.

Selbst Baufachmänner wissen, wenn Frauen renovieren, erfolgt das anders, als beim Mann. Mit dem gleichen Budget können Frauen sehr viel mehr Klasse aus einer Renovierung herausholen. Es geht ihnen nicht nur darum, etwas fertigzustellen, weil es sein muss, sie haben auch ganz andere Vorstellungen von der späteren Ästhetik ihres Tuns.

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3 Gedanken zu “Tapezieren und Co: Frauen als Heimwerker

  1. *unterschreib* !! Frauen können vielleicht keinen schweren Zementsack heben, aber sie haben ein feineres Gespür für die Dinge, die Dinge einfach “schön” machen. Meist sind es nur Kleinigkeiten, die ein renoviertes Zimmer wieder erstrahlen lassen. Mein Mann hat z.B. überhaupt keinen Sinn für Farbe bzw. Farbnuancen.

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  2. Warum sollten Frauen das auch nicht können?
    Hab festgestellt das Frauen oft sogar genauer arbeiten als Männer. Und wie oben schon geschrieben, es sieht oft später auch noch besser aus.

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  3. Mag sein, dass Frauen mehr und feineres Gespür für Farben und Nuancen haben, doch fehlt den meisten das handwerkliche Geschick. Die Frau sucht aus und der Mann bringt es an. So kann man ein gutes Ergebnis erwarten.

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