Schieferdach – Natur pur

Foto: Dakl
Foto: Dakl

Dächer mit Tradition

Eine der ältesten Dachdeckungen – die Verwendung von Schiefer hat in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen. Kein Wunder, denn den Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. So kommen Schieferdächer fast ohne Metallbauteile aus. Der Preis fällt höher als gewohnt aus – er ist im Schnitt dreimal so hoch wie eine Betondachsteineindeckung. Dafür zeigt sich ein fachgerecht ausgeführtes Schieferdach von seiner schönsten Seite.

Schiefer aus Deutschland

Heute wird Schiefer nur noch in einer Handvoll Bergwerken und im Tagebau abgebaut.

- bei Mayen/Eifel Moselschiefer – Bergwerke Katzenberg und Margareta.

- im Hochsauerland um die Gegend Bad Fredeburg

- im Hunsrück Schieferbergwerk Altlay

- in Thüringen Bergwerg in Unterloquitz und Tagebau bei Schmiedebach

- in Bayern Berwerk in Lotharheil

Foto: Dakl

Foto: Dakl

Foto: Dakl

Foto: Dakl

Dachrinne XXL – das Haus an der Rinne

dachrinne_2tlgEine Dachrinne mal “etwas” grösser

Hier seht Ihr eine Viertelkreisrinne 2 tlg., gefertigt aus Zink, Trauflänge ca. 50m, Rinnenträgerabstand 60 cm, Nenngröße Fallrohr = 87mm.

Es wird wohl eher um die Ansicht als um die Funktion der Rinne gehen, denn die angeschlossene Fläche beträgt in etwa 350 m², die über 4 Fallrohre der genannten Größe entwässert werden.

Die Rinne wurde ohne Nieten gelötet, eine Dehnungsmöglichkeit ist nicht vorhanden, dadurch sind von den 2 m langen Einzelstücken 5 Lötnähte gerissen.

Richtfest an der Libeskind-Villa bei RHEINZINK in Datteln

Foto Rheinzink

Foto Rheinzink

Am 13. Mai feierte RHEINZINK im Beisein des New Yorker Stararchitekten Daniel Libeskind Richtfest an seinem neuen Empfangsgebäude. Zusammen mit etwa 100 geladenen Gästen wurde symbolisch der letzte Nagel eingeschlagen. Hierzu waren alle Gäste aufgerufen, den zuvor als Einladung erhaltenen Nagel ebenfalls einzuschlagen. Im Rahmen des Richtfestes informierte die Vermarktungsgesellschaft proportion, das Architekturbüro Studio Daniel Libeskind und RHEINZINK über das architektonische und technisch-bauphysikalische Konzept als auch über die zukünftige Vermarktung des Kunstwerks weltweit.

Die Libeskind-Villa wird in nachhaltiger Bauweise als Holzrahmenbaukonstruktion erstellt. Neben der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz werden auch in den übrigen Bereichen umweltverträgliche und deklarierte Baustoffe verwendet. Die Dach- und Fassadenbekleidung mit RHEINZINK® beinhaltet die nicht sichtbare Einbindung einer Solarthermieanlage. In Kombination mit einem Erdwärmeabsorber und Wärmepumpentechnologie entsteht so ein architektonisch ansprechendes als auch nachhaltiges Heizsystem. Aufgrund des geringen Energiebedarfs bei der Herstellung von RHEINZINK®, der hohen Recyclingquote und dem damit verbundenen geringen CO2-Eintrag in die Umwelt, wird eine multifunktionale Gebäudehülle umgesetzt, die nicht nur als Wetterschutz fungiert.

Auch im Gebäudeinneren werden Werkstoffe verwendet, die wie auch RHEINZINK® eine ECO-Produktdeklaration des Instituts Bauen und Umwelt nach ISO 14025, Typ 3, besitzen oder anderweitig als Umweltinnovation ausgezeichnet wurden. Die Wärmedämmung besteht aus einer neu entwickelten Mineralwolle mit einem geringen Wärmedurchgangswert von 0,32 W/m². Ein intelligenter Fußbodenaufbau sorgt für die Beheizung und Kühlung der Raumluft mit der Möglichkeit der Wärmerückgewinnung. Somit wird der Heizenergiebedarf des Gebäudes massiv gesenkt. Ebenfalls Teil des Ressourcen-Einsparkonzeptes ist der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage. Diese Anlage sammelt unbedenkliches Regenwasser von den RHEINZINK®-Bedachungen und sorgt für eine Trinkwasser sparende WC-Spülung. Immerhin werden durch diese Anlage jährlich 28.000 Liter Trinkwasser eingespart. Neben den erforderlichen Nachweisen gemäß Energieeinsparverordnung und einem Luftdichtigkeitstest wird in Zusammenarbeit mit dem Ökozentrum NRW geprüft, ob eine Gebäudezertifizierung gemäß DGNB – Gütesiegel Nachhaltiges Bauen im Vergleich zur LEED- und BREEAM-Zertifizierung durchgeführt werden kann.

Kombiniert mit dem außerordentlichen Design des Gebäudes im Außen- als auch im Innenbereich, entsteht somit auf dem RHEINZINK-Firmengelände ein Architekturobjekt, das ein breites öffentliches Interesse erfährt. Zur Kommunikation rund um das Gebäude wurde am Tag des Richtfestes die Webseite www.folge-der-idee.de veröffentlicht. Dieser neue Online-Auftritt wird kontinuierlich aktualisiert. Neben Informationen über das Material RHEINZINK® und seinen Eigenschaften, werden Videofilme zu den Anwendungsmöglichkeiten von RHEINZINK® in der globalen Architektur und zum Richtfest der Libeskind-Villa präsentiert. Bildergalerien und Presseveröffentlichungen das RHEINZINK-Empfangsgebäude betreffend, zeigen die weitere Entwicklung des Objektes. Ein Architektenforum bietet die Möglichkeit zur Diskussion.

In den nächsten Wochen werden an dem Objekt die Klempnerarbeiten als auch Fenster- und Außenputzarbeiten ausgeführt. Die Montage der Haustechnik und die Ausgestaltung der Boden- Wand- und Deckenoberflächen bis hin zur Konferenztechnik für das Empfangsgebäude werden bis Ende September abgeschlossen. Nach der Einweihung des Designobjektes wird nach dem Motto „Folge der Idee“ das Konzept und die detaillierten Lösungen in einem Werkbuch zur Libeskind-Villa zusammengefasst. Dieses Buch bildet die Grundlage nach einem angemessenen Zeitraum die tatsächlich während der Nutzung des Objektes erzielten Verbrauchs- und Nutzungswerte gegenüber den Planungsdaten zu spiegeln. Hierdurch soll die tatsächliche Effizienz vor allem der System zur Wärmeerzeugung, Gebäudekühlung und -lüftung an dem Objekt verglichen werden.

Quelle: http://www.rheinzink.de

Nahezu freischwebend wohnen

Foto: VM Zinc, Essen

Foto: VM Zinc, Essen

Ungewöhnliche Umnutzung eines Hochbunkers in Hamm, NRW

Mitten in der Hammer Innenstadt scheint ein Penthouse über einem Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg nahezu zu schweben: Die Hybridkonstruktion aus Stahl und Holz besteht aus zwei länglichen Boxen, die einen L-förmigen Grundriss bilden. Für die Fassade des größeren der beiden Riegel entwickelte der Architekt Mick Amort vom Architekturbüro archivolver aus Bonn eine eigene Zink-Paneelen-Konstruktion in der Oberflächenqualität Anthra-Zinc von der Firma VM Zinc aus Essen.

Die dunkle, anthrazitfarbene Oberfläche von Anthra-Zinc entsteht durch eine spezielle Vorbewitterung der absolut wartungsfreien Titanzink-Legierung. Sie bietet so von Anfang an eine optisch durch und durch homogene und satinierte Oberfläche. Anthra-Zinc entspricht der DIN EN 988 – der allgemeinen Norm für Titanzink.

Der Bunker selbst blieb als zeitgeschichtliches Dokument äußerlich unangetastet: Keine Einschnitte, keine auffrischenden Farbanstriche. Er dient als Erschließungskern. Lediglich ein Loch wurde in die Decke geschnitten, um das Penthouse an das Treppenhaus des Bunkers anzuschließen. Eine nachts beleuchtete, ein Meter hohe Lichtfuge trennt den Aufbau vom Bestand. Dieser Zwischenraum dient der technischen Erschließung, gleichzeitig aber auch als visualisierte Schnittstelle zwischen historischem Bestand und zeitgenössischer Architektur.

Dieses Projekt ist mehrfach ausgezeichnet worden. Es zeigt auf außergewöhnliche Weise, wie eine mutige und ästhetisch hochwertige Umnutzung eines architektonischen Zeitzeugens unserer Geschichte aussehen kann.

Quelle:  http://www.wollenberg-frahm-pr.de/pc_umicore.html

Fassadenbekleidung und Zinkdacheindeckung mit Velux Dachflächenfenster

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Der Neubau des Hamburger Architektenbüros she-architekten und Anna B. Nicolas (ehemalige Partnerin von she-architekten) liegt eingebettet in die parkartige Umgebung einer historischen Gutsanlage in Mecklenburg-Vorpommern. Das gesamte Hofensemble steht unter Denkmalschutz. Unweit vom frühbarocken Herrenhaus mit den restaurierten Wirtschaftsgebäuden bezieht das neue Wohnhaus mit seiner skulpturalen Dachform selbstbewusst Position. Als Solitär liegt es unweit der Stallbauten an einem Teich und steht im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Seine Form orientiert sich an klassischen Vorgaben: Gebäudeform, Traufhöhe und Dachneigung entsprechen auf den ersten Blick der Ansicht eines reetgedeckten Langhauses, wie die nördliche Region sie kennt. Das am Computer entworfene Gebäude, mit Versprüngen im Gebäudekorpus und einem scharfkantigen Knick am Satteldachfirst, verdeutlicht jedoch den aktuellen Ansatz, der hier verfolgt wurde

Die gewählten Baumaterialien verstärken diesen Entwurfsgedanken: Titanzink für die markante Deckung und rechteckige Schichtholztafeln für die klar strukturierte Fassade. Auch mit der gezielten Lichtführung erfüllt das Projekt auf dem Lande zeitgemäße Anforderungen an heutige Wohnvorstellungen. Der gesamte Dachraum wird von VELUX Klappschwingfenstern mit viel Tageslicht und frischer Luft versorgt. Unter dem schützenden Dach öffnet sich das Erdgeschoss mit einer gewölbten Glasfassade zur Terrasse hin. Eine Giebelseite erhält Licht über offene Balkone und ein französisches Fenster. Sie wird geschützt und gestützt von starken Dacharmen, die wie architektonische Tentakel auskragen und sich fest im Boden verankern.


Konstruktion und Gestaltung im Zeitgeist

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Die Architekten konzipierten das Niedrigenergiehaus als Holzrahmenbau mit wärmegedämmten Ausfachungen. Die innere Raumaufteilung erfolgte über Kalksandsteinmauern, die mittels Ringanker mit dem äußeren Rahmen verbunden sind. Nach außen zeigt das Gebäude eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit rechteckig verlegten Schichtholztafeln. Hellgraue Holzfenster bilden einen optischen Kontrast zur naturbelassenen Fassade: Ihre liegenden oder fast quadratischen Öffnungen fügen sich in die klar strukturierte Gebäudeansicht.

Das charakteristische, weit auskragende Dach wirkt wie ein konventionelles Satteldach – in abgestufter Form. Ein oberer und ein unterer First tragen – je nach Gebäudeseite – die zugehörigen Pfetten, so dass die beiden Dachflächen zwei unterschiedliche Höhen aufweisen. So entsteht eine optisch interessante, senkrechte Fläche, die funktional auch zur Führung der Dachlüftung genutzt wird.

Mit 16 Zentimeter Dämmung, diffusionsoffener Dichtungsebene und Dampfschicht sowie einer speziellen Kräuselmatte zwischen Rauspund- und Blechdeckung erfüllt das hinterlüftete Dach zeitgemäße Anforderungen an energieeffizientes Bauen.

Stilistisch spannt die moderne Deckung aus vorbewittertem Titanzinkblech einen Bogen von der klassischen Reetdachform zu den industriell anmutenden Dächern der nahe gelegenen Stallanlagen. Präzision bis ins Detail zeichnet die Arbeit der Dachdecker aus. Exakt richteten sie den Falz der einzelnen Scharen über alle Dachkanten und Rundungen hinweg zueinander aus. Die Regenrinne ziert als schmale, ins Zinkdach eingelassene Fuge die Traufen. Auch an beiden Giebelseiten ist die markante Zinkdachdeckung gestalterisches Thema. So sind die eingangs erwähnten Tentakel an der Sonnenseite des Gebäudes rundum mit diesem Material bekleidet. Über die gesamte nördliche Giebel- und Fassadenwand zieht sich die Deckung wie eine präzise ausgeführte “Origami Faltung”. Was dem Städter elegant erscheint, wird vor Ort als stilisierter “Abdruck eines Trecker-Reifens” kolportiert.

Gezielte Lichtführung für hohe Tageslichtqualität

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Foto: VELUX Deutschland GmbH

Bei eingeschossigen Wohnbauten mit ausgebautem Dach ist die Lichtführung und Ventilation der oberen Etage von besonderer Bedeutung. Um unter den Dachschrägen eine hohe Aufenthaltsqualität mit ausreichender Tageslichtzufuhr und belebenden Ausblicken zu gewährleisten, wählten die Hamburger Architekten VELUX Dachwohnfenster. Je sieben Klappschwingfenster pro Dachfläche betonen die klare Dachlinie der homogenen Fläche. Abgesehen von den architektonischen Aspekten bieten flächig eingebaute Schwing- oder Klappschwingfenster grundsätzlich eine bis zu dreimal höhere Lichtausbeute im Vergleich zu entsprechend großen Senkrechtfenstern in aufwendigen Dachgauben. Damit sichern die Dachwohnfenster die umfassende Belichtung und maximale Flächennutzung des gesamten Dachraumes. Außerdem reduziert ihr problemloser Einbau den Planungsaufwand am Steildach.

In Hohen Luckow wurden Klapp-, Schwing-Fenster im Dachstuhl genau zwischen die Sparren eingebaut. Mit passenden Eindeckrahmen eignen sich diese oben angeschlagenen Fenster für Dachneigungen zwischen 15 und 55 Grad.

Ästhetisch und funktional folgt die Anordnung der Dachwohnfenster vor Ort genau definierten Vorstellungen. So entsprechen Farbton und Material des Eindeckrahmens der vorbewitterten Titanzinkfläche. Die Fenster liegen jeweils im gleichen Abstand zum seitlichen Falz der Blechscharen. Das heißt, die Deckung verläuft in Bezug auf den Sitz der Fenster genau so, dass auch die jeweiligen Abstände zu den Abkantungen der Profile übereinstimmen. Die Dachwohnfenster aller Wohnräume folgen einer Höhenlinie, die weiträumige Außenbezüge mit der Umgebung fördert. Ihre Position orientiert sich ebenso an der Lage der im Erdgeschoss liegenden Gebäudeöffnungen. Gegenüber, im Dachraum über der stärker geschlossenen Eingangsseite, liegen verschiedene Funktionsräume. Diese innere Raumkonzeption ist außen am Dach am Wechsel von kleineren und größeren Fensteröffnungen ablesbar und erzeugt gestalterische Spannung.

Beim Innenausbau richtete Bauleiter Ralf Dautzenroth die oberen Fensterlaibungen in der Waagerechten aus, so dass alle Räume maximal mit Tageslicht versorgt sind.

Den Licht- und Sonneneinfall regulieren spezielle Rollos in grauer Netzstruktur. Sie sind Bestandteil des VELUX Systems und werden bei Bedarf von den Bewohnern manuell bedient. Höher gelegene Dachwohnfenster lassen sich auch mit dem komfortablen Elektroantrieb des Elektrofensters Integra oder mit umweltfreundlichem Solarbetrieb ohne gesonderte Kabel zur Stromversorgung bedienen. Auf dem Lande, speziell in Nähe von Teichen und Stallanlagen, ist auch der Einbau von Fliegengittern sinnvoll. In Mecklenburg-Vorpommern können die Fenster bei schönem Wetter rund um die Uhr geöffnet bleiben, ohne Insekten ins Haus zu lassen.

Auf Gut Hohen Luckow ist eine unaufgeregte Neuinterpretation des Typs “Norddeutsches Langhaus” gelungen. Sensibel und mit ausgesuchten Details führten die Architekten die Formen ihrer extravaganten Computerarchitektur in die Realität der vorpommerschen Region. Großen Anteil am Erscheinungsbild hat vor allem die dominante Dachform. Mit modernen Dachwohnfenstern gelang eine zeitgemäße Belichtung und Ventilation der homogenen Dachskulptur.

Quelle: http://www.VELUX.de  © 2001, 2008 VELUX Gruppe