Grundsätzlich sollte das Löten nur an Klempnerbauteilen und zwar nur bei Dachentwässerungsanlagen und im Ornamentbau durchgeführt werden. Ein “echter” Klempner macht das ohnehin so.
Vorbereitung der Lötnaht
Durch die vorherige Anwendung spezieller Flußmittel könnt Ihr Euch den folgenden Schritt sparen. Zink (blank), Kuper (blank), Kupfer (grün patiniert), Stahl (verzinkt) und Aluminium (blank) sollten metallisch blank sein und entfettet werden. Die Entfettung trifft auch für alle anderen Oberflächen zu. Kleiner Tipp: gerade die Flanken des Stoßes werden meist nicht gereinigt, hier einfach mit einem Cuttermesser oder Schaber das Material “abschälen”. Eine Besonderheit ist bei Kupfer grün pattiniert zu beachten. Hier sollte man bei der Vorbereitung sehr gewissenhaft arbeiten und nur den Lötnahtbereich vorbereiten (optischer Eindruck). Beim Löten von Bauteilen mit großen Zuschnitten und Materialstärken, größer 0,8 mm, wird ein vorverzinnen empfohlen, um eine bessere Haftung beim Löten zu erzielen.
Lötnahtüberdeckung
Die Überdeckung sollte 10 mm betragen, da die gebundene Lötnahtbreite 10 mm in der horizontalen und 5mm in der vertikalen betragen muß. Lässt man wesentlich mehr Überlappung zu, kann man nicht mehr durchlöten und erhält so nicht die größtmögliche Lötnahtfestigkeit.
Lötspalt
Der Lötspalt soll 0,5 mm nicht überschreiten. Durch die Kapillarkraft wird der Lötspalt mit dem Lot optimal gefüllt.
Flußmittel
Flußmittel werden von den Herstellern empfohlen. Hierauf möchte ich nicht genauer eingehen. Bitte informiert Euch über entsprechende Produkte.
Weichlöten
- Diesen Vorgang nennt man “löten” und nicht “verlöten”.
- Weichlöten kann man Zink und deren Legierungen, Kupfer, Stahl, Stahl verzinkt, Edelstahl, Blei und Aluminium.
- Grundsätzlich braucht man nicht nieten. Bei Kupfer muß man aber auf ein Sonderlot zurückgreifen.
- Das Flußmittel muß aufgebracht werden und einwirken. Nach kurzer Einwirkzeit wird das Flußmittel ein zweites Mal aufgebracht.
- Gelötet wird am besten mit einem Hammerlötkolben > 350 g, am besten 500 g. Wichtig ist die optimale Wärmeeinbringung im Überdeckungsbereich. Rinnenstücke sind durch Heften zu fixieren und dann durch Löten, angefangen von der Wulst zum Wasserlauf und von der Rückkantung zum Wasserlauf, zu fügen. Dabei sollte der Kolben 2/3 auf den Überdeckungsbereich geführt werden. Nun muß die Verbindung nur noch von den Verunreinigungen (Flußmittelreste) befreit werden.